Historisches Feuerwehrmuseum im Herzen von Ammendorf

Das unter Denkmalschutz stehende Spritzenhaus, erbaut 1911, der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Halle‑Ammendorf birgt eine Feuerwehrhistorische Sammlung. Einbezogen in die Ausstellung ist der alte Schlauchturm, welcher als Wahrzeichen des Gebäudes gilt. Die Sammlung zeigt eine Entwicklung des Feuerwehrhelms vom genähten Lederhut bis zum Gallet Supra S. Neben historischen Uniformen werden eine Feuerwehrbeilsammlung, Steigergurte, Atemschutzmasken, Strahlrohre und diverse Werkzeuge präsentiert. Das Besondere der Sammlung sind Löscheimer mit Besitzeraufschrift aus Leder, Hanf und Leinwand, welche sich im historischen Ambiente des alten Schlauchturmes gut darstellen.

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Hierher passt auch die Nachbildung eines damaligen Nachtwächters mit Hellebarde, Horn, Laterne und Stadttorschlüsseln. Selten ist eine Feuerwehrapotheke. Bekannt gemacht wird die Geschichte und Vita des ersten Feuerwehrkommandanten 1820 bis 1876 Dr. Otto Vincent Ule (Turnerfeuerwehr) und Halles langjährigen und verdienstvollen Branddirektor Martin Rohr (Dienstzeit 1913 bis 1938). Glanzpunkt ist die geborgene, von Ule 1872 vergrabende Zeitkapsel mit damals verfassten Schriftfragmenten. An Löschgeräten wird die älteste und einzig noch erhaltene Feuerspritze, eine Kastenspritze ca. aus dem Jahr 1850, der Stadt Halle a. d. Saale gezeigt. Sie ist das Gegenstück zu einem Wasserwerfer einer Chemiefeuerwehr (Wendestrahlrohr, 1600 l/min, mit Schaumaufsatz). Die Feuerwehrhelme verschiedener Länder werden in Vitrinen visuell anspruchsvoll präsentiert. Sehr seltene Kleingeräte aus den Anfängen des Löschwesens runden die kleine aber anspruchsvolle Sammlung ab. Neben dem oben Aufgezählten gibt es aber noch viele andere Exponate der Feuerwehr zu sehen. Das historische Spritzenhaus wurde 2011 erstmalig zum Tag des offenen Denkmals in Halles Denkmalausstellung eingeweiht.

Neugierig geworden? Besuchen Sie uns und lassen Sie sich bei einem Rundgang verzaubern. Der Rundgang, mit zahlreichen Fakten und Informationen, dauert gute 30 Minuten. Finanziert wird das Museum durch Spendengelder und den Privatvermögen unseres Kameraden Ulrich Röfer. Der Eintritt ist für Sie selbstverständlich kostenfrei. Da die Feuerwache und das Museum nicht ständig besetzt sind, vereinbaren Sie bitte unbedingt einen Termin mit uns. Nutzen Sie das Kontaktformular oder melden Sie sich per Telefon.

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