Einsätze 2006

Hallenbrand

14. 19. Mai 2006 - 16.18 Uhr Großbrand einer Lagerhalle

Bereits zum zweiten Mal brannte in der Huttenstraße, Ecke Beesenerstraße, eine leerstehende Lagerhalle. Nachdem mehrere Notrufe, über eine starke Rauchentwicklung, in der Leitstelle Halle eingingen, wurde der Löschzug Südwache um 14.16 Uhr alarmiert. Schon auf der Anfahrt konnte die Lage auf Sicht bestätigt werden. Die Berufsfeuerwehr Südwache setzte 2 Trupps mit je einem C-Rohr und ein Trupp über die Drehleiter zur Brandbekämpfung ein. Ein direkter Innenangriff war aufgrund der akuten Einsturzgefahr nicht möglich. Es wurde hauptsächlich versucht eine weitere Ausdehnung zu verhindern. Trotz schnellem Eingreifen konnte nicht verhindert werden, dass das Dach der Halle zum Teil einstürzte. Nach dem Einsturz fachte der stark wehende Wind das Feuer erst richtig an. Der A-Dienst, B-Dienst und die Abrollcontainer Atemschutz und Schlauchmaterial wurden ebenfalls alarmiert. Um 16.18 Uhr wurde der Abschnitt Süd, bestehend aus der Freiwilligen Feuerwehr Ammendorf, Büschdorf und Kanena, nachalarmiert. Es wurden drei Einsatzabschnitte gebildet. Probleme gab es auch bei der Löschwasserversorgung. Aufgrund der benötigten Löschwassermenge wurden rundum sämtliche Hydranten benutzt und hunderte Meter Schlauchleitung verlegt. Somit war der Wasserdruck fast nicht mehr ausreichend. Die Ortswehr Ammendorf versuchte dann mit Hilfe der Seilwinde des HLF der Südwache das in Ihrem Bereich noch stehende Dach und die Wandteile einzureißen. Die Gefahr für die eigenen Einsatzkräfte bei den Löschmaßnahmen von einstürzenden Trümmerteilen getroffen zu werden, war viel zu groß. Der Seilzug wurde um die tragenden Stützen gelegt und mit der Winde weg gezogen und das Dach so zum Einsturz gebracht. Weiter stark wehender Wind behinderte immer noch die Löscharbeiten und sorgte für zahlreiche Glut- und Flammenbildung. Das Feuer war jetzt so weit unter Kontrolle, aber die Restlöscharbeiten konnten nicht ohne Gefahren durchgeführt werden. Inzwischen wurde das Technische Hilfswerk alarmiert, um das Gebäude mit Hilfe eines Radlader kontrolliert zum Einsturz zu bringen, so dass keine Gefahren mehr bei den Löscharbeiten bestehen kann. Das THW war zuerst mit einem Voraustrupp angekommen. Diese erkundeten die Lage und bauten rund um die Einsatzstelle die Beleuchtung auf und stellten die Stromzufuhr sicher. Kurze Zeit später traf auch der Radlader ein. In Vorbereitung für den Radlader, bereitete die Südwache einen Anfahrtsweg vor und schnitt mit der Motorkettensäge einen Weg frei. Der Radlader nahm Stück für Stück die Wand und Dachteile auf und transportierte diese aus dem Gefahrenbereich. Auf dem Atemschutzcontainer waren nun sämtliche Pressluftatmer verbraucht. Dieser wurde nun zum Neubestücken wieder zur Berufsfeuerwehr gefahren. Gegen 21 Uhr wurde der Abschnitt Süd durch einen weiteren Abschnitt, bestehend aus den Feuerwehren Passendorf, Neustadt und Nietleben, ausgetauscht. Die Ausgelösten Kräfte fuhren die Hauptwache an, um die Einsatzbereitschaft wieder her zu stellen. Der Radlader hatte sich in dieser Zeit einen Platten Reifen gefahren, der schnell wieder behoben werden konnte. Gegen 21.30 Uhr waren alle drei Fahrzeuge der FF Ammendorf wieder im Gerätehaus. Die Löscharbeiten dauerten bis Mitternacht an.

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