Einsätze 2009

Schwerer Wohnungsbrand

Einsatznummer: 28
Datum: 31. Mai 2009
Zeit: 03.54 Uhr - 06.16 Uhr
Ort: Freiimfelder Straße
Einsatzart: Schwerer Wohnungsbrand


Sonntag früh wurden die Freiwilligen Feuerwehren Ammendorf, Büschdorf und Kanena, sowie der Löschzug der Berufsfeuerwehr Südwache zu einem Wohnungsbrand in die Freiimfelder Straße alarmiert. Als der Löschzug Südwache wenige Minuten später in die Freiimfelder Straße einbog, konnte schon auf der Anfahrt der Flammenschlag aus mehreren Fenstern erkannt werden. Da nicht auszuschließen war, dass sich noch Personen in den Brandräumen befinden, wurde sofort eine umfangreiche Rettungs- und Brandbekämpfungsaktion gestartet. Im Einsatzverlauf wurde mit 3 C-Rohren vorgegangen. Der Beißende Rauch breitete sich schnell im ganzen Haus aus. Viele Hausbewohner suchten Zuflucht an den geöffneten Fenstern. Die Leitstelle benötigte aus unserem Zug dringend die Drehleiter. Da sich diese momentan in der Werkstatt befand, wurde schnell gehandelt und ein weitere Drehleiter der Berufsfeuerwehr Hauptwache zum Einsatzort entsandt. Die Feuerwehr Büschdorf war schon an der Einsatzstelle eingetroffen und unterstützte tatkräftig mit mehreren Trupps die Arbeiten der Südwache. Wir bekamen den Anfahrtsweg über Berliner Straße. Nach unserem Eintreffen wurde die Mannschaft vom MTW am Löschgruppenfahrzeug abgesetzt und der Mannschaftstransporter fuhr zum Einsatzgeschehen vor. Die war notwendig um die Unterkunft und Betreuung von geretteten Personen sicher zu stellen. Wir stellten sofort einen Reservetrupp mit voller Ausrüstung in Bereitschaft auf. Durch einen Trupp wurde die Wasserversorgung mit einem weiteren Standrohr sichergestellt. Durch die Berufsfeuerwehr wurde mit Hilfe eines Überdruckbelüfters der Rauch aus dem Gebäude entfernt. Unser Angriffstrupp ging nun in die Brandwohnung zur Restablöschung vor. Zwei weitere Ammendorfer Atemschutztrupps rüsteten sich aus und standen aus Reserve zur Verfügung. Über die Drehleiter wurden die verängstigten Bürger beruhigt und ins Freie gerettet. Insgesamt wurden im Einsatzverlauf 14 Personen aus dem Haus gerettet. Leider mussten 4 Personen mit verdacht auf Rauchgasvergiftung in die örtlichen Krankenhäuser eingewiesen werden. Während unser Angriffstrupp mit der Restablöschung in der Wohnung beschäftigt war, kontrollierte der Trupp TLF die angrenzenden Wohnungen nach Personen und verschaffte dem Einsatzeiter einen Überblick über die Anordnung der Räumlichkeiten im Objekt. Da verschiedene Türen keine Klinken hatten, rückte der Wassertrupp vom LF mit Werkzeug zum Trupp TLF vor. Jetzt konnten alle Räume überprüft werden. Personen wurden keine mehr im Gebäude gefunden. Ein Papagei wurde in einem der hintersten Zimmer in der Nachbarwohnung entdeckt. Da dieser Raum nicht mit Brandgasen belastet war, konnte der Vogel in der Wohnung verbleiben. Währenddessen wurden in unserem Mannschaftstranporter rettungsdienstliche Maßnahmen durchgeführt und eine Person vom Rettungsdienst versorgt. Im Anschluss zum Einsatz mussten noch alle Atemschutzgeräte getauscht werden um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge zu gewährleisten.

Fotos: Dirk Apostel und Oliver Schmidt

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