Einsätze 2010

Kranumsturz an ICE-Strecke

Einsatznummer: 79
Datum: 29. Juni 2010
Zeit: 10.54 Uhr - 12.07 Uhr
Ort: Planenaer Landstraße
Einsatzart: Umgestürzter Kran


Wir waren noch vom vorherigen Einsatz in Bereitschaft, als sich wieder ein Arbeitsunfall auf der ICE Neubautrasse ereignete. In Höhe der Ortschaft Planena stürzte bei Bauarbeiten ein Kran um. Der Kranfahrer wurde vermutlich eingeklemmt. Die Ammendorfer Wehr wurde sofort zu diesem Ereignisort alarmiert. Die Berufsfeuerwehr war gerade aus den anderen Einsätzen frei geworden und eilten ebenfalls zum Unglücksort. Viele Kameraden erinnerten sich an das im März ereignete Unglück. Damals wurden auch mehrere Arbeiter schwer verletzt. Unterwegs zur Unglücksstelle waren 10 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Halle und die Ammendorfer Fahrzeuge. Die Anfahrt zum Rettungspunkt 3 in Planena ging zügig. Von dort aus wurden die Rettungskräfte von den bereitgestellten Bauarbeiter erwartet und in die Baustelle eingewiesen. Eine lange und holprige Schotterstraße diente als Anfahrt zum Unglücksort. Bei Ankunft lag der Raupenkran auf der Seite, zum Teil im Wasser. Der Kranfahrer war von ca. 4 Meter aus der Steuerkabine gefallen und lag verletzt auf dem Boden. Der Rettungsdienst versorgte den Patienten. Ein bereitstehender Rettungshubschrauber brachte den Verunfallten nach seiner Stabilisierung in ein Krankenhaus. Aus dem Kran lief Öl aus, welches von der Feuerwehr gebunden wurde. Die Rettungskräfte waren ausreichend am Einsatzort vorhanden. Nach den erfolgreichen Rettungsmaßnahmen konnten alle Helfer den Einsatzort nach über einer Stunde wieder verlassen. Wir hatten noch vom Einsatzleiter einen Spezialauftrag bekommen. Die vor Ort befindliche Polizei, hatte sich im unwegsamen Gelände festgefahren. Um den Kollegen zu helfen, gingen 5 Trupps mit Schaufeln vor und befreiten das Fahrzeug. Die Bauarbeiter bedankten sich bei der Feuerwehr. Einen Dank an die Arbeitgeber der Kameraden, die es jedes mal ermöglichen, dass bei solchen Einsätzen, um die Uhrzeit, wieder 17 Einsatzkräfte unserer Wehr zur Verfügung standen. Ohne das Verständnis für die Feuerwehr könnten die freiwilligen Wehren der Stadt tagsüber nicht ausrücken.

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