Einsätze 2010

Explosion in der Schule

Einsatznummer: 97
Datum: 25. September 2010
Zeit: 08.49 Uhr - 13.15 Uhr
Ort: Rossbachstraße
Einsatzart: Deckeneinsturz nach Explosion


e10.09.25.01Großalarm in Halle. Über einhundert Einsatzkräfte eilten zum Unglücksort. Doch zum Glück handelte es sich hierbei, um eine seit langen geplante Katastrophenschutzübung. Unter dem Decknamen „Bruchfeld 2010“ entstand eine der größten Rettungsaktion. Rettungskräfte und Mittel aus den verschiedensten Organisationen wurden alarmiert. Dazu gehörten unter anderem die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Wehren Ammendorf, Büschdorf und Kanena, die Höhenrettungsgruppe der BF, SEG, Betreuungszug DRK, Sanitätszug ASB, Sanitätszug MHD, THW, Rettungshunde DLRG, Kreisauskunftsbüro DRK, städtische Krankenhäuser und Notfallaufnahmen, die ELSA als Leitungsgruppe vor Ort, Arbeitsgruppe im SAE, Polizei und viele Fachberater und Beobachter. Nicht zu vergessen die Schminkgruppe des DRK. Ohne diese, die vielen Verletzten, nicht so detailgetreu vorbereitet wurden wären. Es war Samstag der 25. September 2010, als sich durch Bauarbeiten in der Gesamtschule „Ulrich von Hutten“ in der Rossbachstraße eine Explosion ereignete. Durch die Explosion kam es zu einer Vielzahl an Schwerstverletzten und mehreren Leichtverletzten. In dem Schulgebäude hielten sich zu diesem Zeitpunkt 3 Schulklassen auf. Eine Schulklasse wurde in dem betroffenen Klassenraum in der 2. Etage verschüttet. Ein Zugang über das Treppenhaus war nicht mehr möglich. Die anderen 2 Klassen konnten sich in Sicherheit bringen. Die Rettungsaktion lief nach dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte sofort an. Die Berufsfeuerwehr Südwache war als erstes vor Ort und wurde von dem Schulleiter in Empfang genommen. Eine Übersicht der betroffenen Klasse mit Anzahl und Name der Schüler wurde übergeben. Weitere Führungskräfte der Berufsfeuerwehr trafen am Unglücksort ein. Es wurde eine Einsatzleitung mit mehreren Abschnitten gebildet. Die Südwache begann nach der Lageerkundung mit der Rettung der verschütteten Schüler. Der einzige Rettungsweg war die Drehleiter, die auf dem Schulhof in Stellung gebracht wurde. Alle vier Fahrzeuge der Ammendorfer e10.09.25.02Wehr trafen nach wenigen Minuten ebenfalls am Einsatzort ein. Wir wurden dem Abschnitt „Rettung“ zugeordnet. Nach der Lageerkundung und der Absprache mit dem Abschnittsleiter, brachten wir die zweite Drehleiter in Stellung. In der Anfangsphase war es wieder stressig. Zwei Trupps betraten über die Drehleiter den betroffenen Klassenraum. Zusammen mit der Südwache wurde sich ein Überblick über die Lage im Raum und dem Gesundheitszustand der Schüler gemacht. Das Bild im Raum war dramatisch. Insgesamt waren 27 Schüler und ein Lehrer unter den Trümmern verschüttet. In mühevoller Arbeit wurden die Schüler nach Ihrem Verletzungsmuster der Reihenfolge nach gerettet und über die Drehleitern aus dem Gebäude geholt. Der bereitstehende Rettungsdienst und Notarzt übernahm die Verletzten. Wir transportierten die Verletzten zum Behandlungsplatz. Zeitgleich waren 8 Trupps im Einsatz. Die Freiwilligen Wehren Büschdorf und Kanena wurden ebenfalls alarmiert. Diese bereiteten in einem guten Zusammenspiel mit allen Organisationen den Behandlungsplatz auf. Der von der Flughafen Feuerwehr Leipzig bereitgestellte MANV Container umfasste Zelte und Behandlungsplätze für eine größere Anzahl von Verletzten. Alle Personen konnten gerettet werden. Nach der Erstbehandlung am Einsatzort wurden diese in die nahe gelegenen städtischen Krankenhäuser gefahren. Die Übung mit über 170 Einsatzkräften war zusammenfassend mit Gut bewertet wurden.

 

 

 

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