Einsätze 2011

Verletzte nach Kellerbrand

Einsatznummer: 102, Datum: 31. August 2011, Zeit: 23.56 Uhr - 03.38 Uhr, Ort: Kreuzer Straße, Einsatzart: Kellerbrand


11.08.31.13In der Nacht zum Donnerstag mussten mehrere Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung dem Rettungsdienst vorgestellt werden. Aufgrund eines Kellerbrandes in der Kreuzer Straße im Süden der Stadt musste die Leitstelle Halle kurz vor Mitternacht den Löschzug der Berufsfeuerwehr Südwache und die Freiwillige Feuerwehr Ammendorf alarmieren. Weiterhin mussten mehrere Polizeiwagen sowie ein Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug alarmiert werden. Alles begann mit dem Eingang eines Notrufes um 23.56 Uhr. Ein Anwohner bemerkte auf dem Heimweg verdächtigen Rauch im Treppenhaus. Bei seiner Kontrolle an der Kellertür war bereits das gesamte Kellergeschoss verraucht. Nach Absetzen des Notrufes erwartete er die ankommenden Rettungskräfte. Die Ammendorfer Fahrzeuge waren unmittelbar hinter dem Löschzug der Südwache eingetroffen. Die Brandbekämpfung wurde durch die Kollegen der Berufsfeuerwehr unter schweren Atemschutz aufgenommen. Der Wassertrupp Ammendorf erkundete die Standorte der nächstgelegenen Hydranten. Wir stellten zwei Rettungstrupps bereit. Das Feuer musste in dem verzweigten Kellerbereich erst einmal lokalisiert werden. Da keine Abluftmöglichkeit bestand, konzentrierte sich der Rauch im Kellergeschoss. Der Rauch breitete sich rasch im Treppenhaus und in verschiedenen Wohnungen aus. Ein Betreten der Einsatzkräfte in das Haus war ohne Pressluftatmer nicht mehr möglich. Im Einsatzverlauf erschwerte sich der Einsatz drastisch. Da viele Mieter durch den Lärm im Treppenhaus munter geworden waren, liefen diese vor Angst oder Neugier in die verqualmten Flure. Umgehend wurden mehrere Trupps zur Kontrolle der Flure und der Wohnungen eingesetzt. Das Haus wurde mit seinen Etagen in Abschnitte eingeteilt.

Die Ammendorfer Trupps kontrollierten die erste bis dritte Etage und die Kollegen der Berufsfeuerwehr die vierte bis sechste Etage. Durch die warmen Temperaturen hatten viele Mieter ihre Fenster über Nacht geöffnet. Der Brandrauch zog in die obenliegenden Wohnungen rein. Der Einsatzleiter entschied sich aufgrund der starken Rauchausbreitung sämtliche Wohnungen auf Rauch zu überprüfen und den Gesundheitszustand aller Mieter festzustellen. Es wurden zeitgleich vier Trupps zur Lagefeststellung und Menschenrettung eingesetzt. Besonders in der ersten und zweiten Etage mussten mehrere Personen aus dem Schlaf gerissen werden, um diese ins Freie zu bringen, da sich Rauch in den Wohnungen ausgebreitet hatte. Wir richteten an unserem Mannschaftstransporter eine Sammelstation ein und betreuten die Personen in unserem Fahrzeug. Zwei speziell dafür abgestellte Kameraden überwachten die Personenrettung und notierten jeden eindeutig mit Namen, der dazugehörigen Wohnung, die Art der Verletzung und die Lage in der Wohnung. So konnte immer nachvollzogen werden, welche Wohnungen bereits kontrolliert worden waren und wo der Verbleib der Personen war. Das Treppenhaus und die Kellerräume wurden nach erfolgter Schaffung von Abluftöffnungen mit zwei Überdruckbelüftern durch die Berufsfeuerwehr entraucht. Eine Nachkontrolle und das Ablöschen der Glutnester wurde im Einsatzverlauf sichergestellt. Nach erfolgreicher Belüftung des Hauses wurde jeder einzelne Mieter von einem Ammendorfer Trupp in seine Wohnung gebracht. So konnte sichergestellt werden, dass eine weitere Gefährdung in der Wohnung ausgeschlossen werden konnte. Somit waren von uns fünf Trupps damit zeitgleich beschäftigt. Der Einsatz ist sehr zügig und koordiniert abgelaufen. Ein sehr gutes Zusammenspiel beider Wehren hatte dafür gesorgt, dass letztendlich nur eine Person mit ernsthafter Rauchvergiftung dem Notarzt vorgestellt werden musste. Die Kriminalpolizei ermittelt die Ursache. Der Schaden kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht beziffert werden. Der Hauseigentümer hat jetzt viel Arbeit vor sich, um den zerstörten Keller, Strom- und Wasseranschluss wiederherzustellen. Der Einsatz konnte nach über drei Stunden abgeschlossen werden. Im Anschluss wurde die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

  • 11.08.31.01
  • 11.08.31.02
  • 11.08.31.03
  • 11.08.31.04
  • 11.08.31.05
  • 11.08.31.06
  • 11.08.31.07
  • 11.08.31.08
  • 11.08.31.09
  • 11.08.31.10
  • 11.08.31.11
  • 11.08.31.12
  • 11.08.31.13
  • 11.08.31.14
Teilen
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok