Einsätze 2013

Ammoniaktanks nicht in Gefahr

Einsatznummer: 57, Datum: 05. Juni 2013, Zeit: 11:50 Uhr - 21:15 Uhr, Ort: Brachwitzer Straße, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.05.02.09Auch im Trothaer Hafen spitzte sich die Lage dramatisch zu. Zum Hochwasser der Saale drängten  hier auch noch großen Mengen Grundwasser auf Straßen, Hinterhöfe und Keller. In den Kellern des Archäologischen Instituts in der Brachwitzer Straße stand das Wasser bereits hüfthoch. Unser TLF wurde mit dem Rettungsboot alarmiert und fuhr nach Trotha. Dort angekommen rüstete sich die Besatzung mit Wathosen aus und rettete wertvolle Schriften und Artefakte. Auf den Rückwegen wurden gleich noch privat beschaffte Tauchpumpen und Notstromaggregate mitgenommen. Nach unzähligen Touren mit dem RTB konnte hier die Einsatzstelle an den Verantwortlichen übergeben werden. Den Standort konnten wir gleich beibehalten, lediglich die Hausnummer änderte sich. Auch beim ansässigen Lebensmittelbetrieb stand das Wasser in den Produktionshallen. Bei der Firma lagerten größere Mengen Ammoniak, worauf sich der Stab veranlasst sah, dass sich die Feuerwehr die Gegebenheiten einmal anschaut. Zur Unterstützung wurde jetzt noch unser Löschgruppenfahrzeug und der Zugführer der Hautwache mit dem ELW 1 angefordert.

Die Bestatzung des RTB begab sich in der Zwischenzeit zum Objekt und schaute sich genauer um. In den Hallen und auf dem Hof stand das Wasser über 30 cm hoch. Durch sämtliche Öffnungen wurde Wasser in die Gebäude gedrückt. Die Ammoniaktanks waren aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefährdet. Wir entschlossen uns über die Leitstelle Sandsäcke und ein Watfähiges Fahrzeug anzufordern. Aufgrund einer 90 cm tiefen Senke kurz vor der Einsatzstelle konnten wir mit unserer Technik nicht zum Objekt gelangen. Nach 30 min traf ein LKW auf Mercedes-Benz Unimog vom THW an der Einsatzstelle ein. Wir verluden ein Notstromaggregat, unsere Tragkraftspritze 8/8 samt Zubehör und 300 Sandsäcke und fuhren mit sechs Mann zur Einsatzstelle. Vor Ort begann eine Hälfte mit den Verbau der Sandsäcke. Das zweite Team baute die TS auf und begann mit dem Auspumpen der Werkhallen. Beide Aktionen zeigten Wirkung. Nach knapp zwei Stunden hatten wir den Wasserstand auf fünf Zentimeter gesenkt. Mit dem Zugführer der Berufsfeuerwehr wurde entschieden, dass die Pumpe abzustellen und der Wasserstand zu beobachten sei. Das Wasser stieg zwar wieder leicht an, blieb aber dann stabil und die drei werkseigenen Tauchpumpen schafften es den Wasserstand zu halten. Wir übergaben die Einsatzstelle an den Werksleiter und fuhren zurück zum Standort.

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