Einsätze 2013

Gefährlicher Dachstuhlbrand

Einsatznummer: 67, Datum: 15. Juni 2013, Zeit: 01:50 Uhr - 08:00 Uhr, Ort: Elsa-Brändström-Straße, Einsatzart: Brandeinsatz


e13.06.15.31Bereits in der Nacht vom 14. Juni zum 15. Juni 2013 ist aus bislang ungeklärter Ursache der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Elsa-Brändström-Straße 60 in Brand geraten. Wir bitten zu entschuldigen, dass die Berichterstattung aufgrund der Hochwassereinsätze verzögert erfolgte. Wir möchten es aber nicht versäumen über diesen Einsatz zu berichten, dem die Berufsfeuerwehr Südwache, der Einsatzleitdienst der Hauptwache und die freiwilligen Kameraden am frühen Samstag ausgesetzt waren. Als kurz vor zwei Uhr die Alarmmeldeempfänger piepten und die Kameraden übermüdet zum Gerätehaus eilten, ahnte noch keiner, was bei diesen Einsatz auf die Einsatzkräfte zukommt. Ohne Martinshorn, nur mit Blaulicht fuhren wir auf leisen aber schnellen Sohlen die Einsatzstelle an. Die Straßen waren frei, so dass wir ohne die Anwohner zu wecken zum Einsatzort fahren konnten. Beim Einbiegen von der Murmansker Straße in die Elsa-Brändström-Straße stockte kurzzeitig der Atem und der Puls stieg in die Höhe. Ein meterhoher Feuerschein aus dem Dachbereich konnte von Weitem erkannt werden. Der Angriffstrupp hatte sich bereits während der Fahrt zum Einsatzort ausgerüstet und konnte sofort eingesetzt werden. Am Einsatzort angekommen wurden die Einsatzfahrzeuge auf dem begrenzten Raum sortiert und aufgestellt. Eine Zufahrt für weitere Rettungsfahrzeuge musste gegeben sein. Die ersten 20 Minuten war eine so genannte Chaosphase. So viele Aufgaben mussten innerhalb kürzester Zeit abgearbeitet werden. Die Berufsfeuerwehr hatte die Drehleiter in Stellung gebracht und einen kombinierten Innen- und Außenangriff eingeleitet.

Der Einsatzleiter war sehr erleichtert als wir mit weiteren Atemschutztrupps am Einsatzort eingetroffen waren. Vier Atemschutztrupps rüsteten sich mit voller Schutzausrüstung aus und nahmen Aufstellung im Bereitstellungsraum. Zeit zum Verschnaufen blieb nicht. Ein Trupp musste ins anliegende Nachbarhaus, um eine Kontrolle des Objektes durchzuführen. Alle Hausbewohner mussten die Wohnungen verlassen. Ein Linienbus von der Havag wurde am Einsatzort bereitgestellt, in welchen die evakuierten Mieter zum Aufwärmen und Betreuen verbracht wurden. Im Brandhaus selbst ging ein Trupp in den Kellerbereich vor. Die Gaszufuhr, der Wasser- und Stromanschluss musste abgestellt werden. Der Melder erkundigte sich bei den evakuierten Mietern, wo sich die Absperrorgane der Versorger befinden. So konnte ein schneller Erfolg des Einsatzauftrages stattfinden. Während vor dem Haus Teile des Daches auf die Fahrbahn stürzten, mussten die Wohnungen im Brandobjekt ausführlich kontrolliert werden. Ein weiterer Trupp verschaffte sich gemeinsam mit einem Trupp der BF gewaltsam Zugang zu allen Wohnungen. Alle Anwohner konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Kontrolle der Häuser war noch nicht mal abgeschlossen, als ein weiterer Trupp zur Ablösung der Berufsfeuerwehr in den Brandraum musste. Ein effektiver Löscherfolg war durch den Einsturz der Dachkonstruktion sehr erschwert. Abgestürzte Dachziegel lagen auf dem Brandgut. So musste sich in mühevoller Arbeit  der Zugang zu den Brandstellen erkämpft werden. Die extreme Hitzeentwicklung und die körperlich schwere Arbeit zeigten den Einsatzkräften die physischen Grenzen. Durch die große Anzahl an atemschutztauglichen Trupps konnten sich die Einsatzkräfte in regelmäßigen Abständen erholen und wieder einsatzbereit machen. Auf der Gebäuderückseite griffen die Flammen bereits auf das Nachbarhaus über. Das Tanklöschfahrzeug Ammendorf wurde hinter dem Haus in Stellung gebracht und ein Außenangriff vorbereitet. Zeitgleich begann ein weiterer Innenangriff im Dachstuhlbereich des Nachbarhauses. Der unermüdliche Kampf gegen die Flammen zeigte sich durch den schnellen Löscherfolg. Eine Brandausbreitung im Dachgeschoss der Hausnummer 61 konnte noch rechtzeitig verhindert werden, obwohl der Dachstuhl arg beschädigt wurde. Die Restlöscharbeiten dauerten aber bis weit in die Morgenstunden. Gegen um acht Uhr löste uns die neue Schicht der Berufsfeuerwehr aus und wir konnten den Einsatz beenden. Die Einsatzkräfte waren rußverschmiert und kräftemäßig am Ende. Der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Südwache, Heiko Peipst,  dankte noch am Einsatzort den Ammendorfer Kameraden für die professionelle Einsatzdurchführung.

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