Einsätze 2013

Katastrophe am Flughafen Leipzig/Halle

Einsatznummer: 69, Datum: 22. Juni 2013, Zeit: 07:00 Uhr - 16:14 Uhr, Ort: Flughafen Leipzig/Halle, Einsatzart: MANV-Übung


e13.06.22.52Wem der Weg am Samstag, 22. Juni 2013, mit dem Auto oder zu Fuß durch Halles Straßen führte, war bestimmt von den vielen Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht erschrocken. Während die meisten Hallenser sich vom Arbeitsstress erholten und das Wochenende zum Ausschlafen nutzten, waren viele Einsatzkräfte schon auf den Beinen und folgten dem Alarmruf. Pünktlich sieben Uhr schrillten bei über 200 Einsatzkräften die Alarmmeldeempfänger. MANV-Einsatz auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Bei der Notlandung eines Flugzeuges benötigte die Flughafenfeuerwehr weitere Unterstützung. In dem Flugzeugwrack waren mehrere Menschen verletzt worden und konnten sich ohne fremde Hilfe nicht selbst in Sicherheit bringen. Bei der Evakuierung und Betreuung der Passagiere wurde fachliches Personal benötigt. Zum Glück war dies nur eine Notfallübung. Hierbei wurde das Zusammenarbeiten der einzelnen Rettungsorganisationen trainiert und gefestigt. Bei einem MANV-Einsatz (Massenanfall von Verletzten) zählt jede Sekunde. Schnelle und präzise Hilfe ist gefordert. Um den Arbeitsaufwand bei solch einem Massenanfall zu Händeln, ist auch Manpower nötig. Rund 200 Einsatzkräfte aus Halle waren im Einsatz, darunter THW-Mitarbeiter, Ärzte, der ASB, das DRK, die DLRG, freiwillige Feuerwehrleute und Kollegen der Berufsfeuerwehr.

Das Szenario wurde nicht zufällig gewählt. Auf dem Übungsgelände bei der Flughafenfeuerwehr Leipzig/Halle wurde eine Übungsanlage geschaffen, um Rettungskräfte aus ganz Europa auszubilden. Die Übungsmöglichkeiten bei diesem Flugzeugnachbau sind vielfältig und realitätsnah. Die anrückenden Einsatzkräfte ließen keine Minute verstreichen. Nach Übungsbeginn und einer kurzen Einweisung ging es Schlag auf Schlag. Notärzte und Sanitäter durchkämmten das Flugzeug und verschafften sich einen Überblick über die Anzahl und die Art der Verletzung. Mit einer Begleitkarte wurde jeder Verletzte ausgestattet und die Verletzungen darauf notiert. Die Schwere der Verletzungen war für den Rettungsablauf sehr wichtig. Die Feuerwehrleute mussten kurzerhand unterscheiden, wer dringend aus dem Flugzeug musste oder wer nur Nasenbluten hatte und zum Ausgang begleitet werden konnte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bauten in der Zwischenzeit den Behandlungsplatz für die Verletzten auf. Der MANV-Container (BHP50) liefert Rettungszelte, Beleuchtungseinrichtungen, Zeltheizungen, Krankentragen und vieles was zum Versorgen der Verletzten am Einsatzort benötigt wird. Der rund 50 x 50 Meter große Behandlungsplatz war in einer viertel Stunde aufgebaut und bereit von den Ärzten und Sanitätern übernommen zu werden. Die Rettung der Personen konnte nun auch beginnen. Wie kommt sich ein Feuerwehrmann bei solch einem Szenario vor? Dunkler, unübersichtlicher und großer Raum über mehrere Ebenen, Menschengeschreie, überall Blut und verängstigte und hilflose Gesichter die einem sagen „rette mich“. Bei der Situation muss jede Einsatzkraft die Nerven behalten. Die Rettungen wurden nach der Dringlichkeit und Schwere der Verletzungen durchgeführt. Dutzende Helfer trugen die Verletzten nach und nach aus dem Wrack und übergaben diese an die Ärzte, Assistenten und Sanitäter am Behandlungsplatz. Nach zwei Stunden war der ganze Spuk vorbei. Alle Personen aus dem Flugzeug wurden versorgt. Erleichterung für jede Einsatzkraft. Durch die realistischen Unfalldarsteller wurden die vielen Verletzten zum fürchten geschminkt. Nach einem kleinen Mittag und einer Auswertung musste der ganze Spaß auch wieder verladen werden. Viele Hände schaffen ein schnelles Ende. Diesem Leitspruch folgten alle Helfer. Die Übung wurde seit Monaten geplant und vorbereitet. Die wenige Zeit, die alle Rettungskräfte gemeinsam zum trainieren hatten, merkte man bei der Übung nicht an. Zusammenfassend konnte eine sehr gute Bilanz festgestellt werden.

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