Einsätze 2013

Dutzende Kinder und Jugendliche vom Feueralarm aufgeschreckt

Einsatznummer: 117, Datum: 3. November 2013, Zeit: 00:17 Uhr - 00:58 Uhr, Ort: Straße der Bergarbeiter, Einsatzart: Brandeinsatz


feuerwehrWir waren vom vorherigen Einsatz gerade zurückgekommen, aus der Einsatzbekleidung gehüpft und freuten uns auf die warmen Betten zu Hause, als der Alarmmeldeempfänger erneut schrillte. Diesmal wurden wir mit der Südwache zusammen in das Berufsausbildungszentrum nach Osendorf alarmiert. Die Auslösung der Brandmeldeanlage hatte den Einsatz zu Folge. Auf der nur wenige Minuten dauernden Einsatzfahrt, erkundigte sich der Einsatzleiter über Funk in der Leitstelle, um welches Gebäude es sich auf dem großen Komplex handelte. Durch die genaue Angabe konnte ohne viele Umwege das betroffene Internat angefahren werden. Vor Ort herrschte helle Aufregung. Rund 50 Kinder und Schüler wurden bereits durch die Betreuer im Eingangsbereich gesammelt.

Die Personen, verschreckt durch die laute Sirene im Haus und teils spärlich bekleidet, waren zwar aus dem Schlaf gerissen worden aber durch die gute Anleitung der Betreuer in einem sicheren Bereich gebracht untergekommen. Da wir anfangs noch allein am Einsatzort waren und der Zugang zur  Brandmeldezentrale verschlossen war, konnte der genaue Bereich der Auslösung nicht gleich herausgefunden werden. Durch die hohe Anzahl an mitgeführten Einsatzkräften konnte der Einsatz taktisch strukturiert und der Priorität entsprechend abgearbeitet werden. So wurde in der Anfangsphase bei der ersten Durchzählung das Vermissen von einem Betreuer und zwei Kindern festgestellt.  Ein Trupp wurde, angeführt von einen weiterem Betreuer, zu der letzten bekannten Stelle gebracht. Parallel gingen drei Trupps mit Pressluftatmern in Bereitschaft durch das gesamte Haus, vom Keller bis zum dritten Obergeschoss, um eine mögliche Ursache der Auslösung zu suchen. Eine Rauchentwicklung oder andere Anzeichen waren auf den ersten Moment nicht erkennbar. Ein weiterer Trupp kontrollierte die Außenanlagen auf eventuelle Feststellungen. Die drei vermissten Personen konnten wohl behütet und schlafend in den Betten angetroffen werden. Begleitet von den Einsatzkräften wurden diese nach unten geführt. In der Kürze der Zeit konnten bei den Kontrollen keine Feststellungen gemacht werden. Als sehnsüchtig erwartet die Berufsfeuerwehr am Einsatzort eintraf, konnte der Zugang zur Brandmeldezentrale gewährt werden und die entsprechende Laufkarte konnte entnommen werden. Zwei Trupps und ein Gruppenführer kontrollierten den Bereich. Es stank irgendwie komisch nach Haarspray und Parfüm. Wir suchten die in diesem Zimmer untergebrachten Jugendlichen auf und befragten diese. So konnte der Einsatz restlos aufgeklärt werden. Beim versprühen der o. g. Produkte hatte ein Brandmelder ausgelöst. Eine kurze Belehrung und die Einsicht der Kinder ließ alle Beteiligten wieder aufatmen. Auch die Durchzählung der Personen ergab, dass alle heil am Sammelplatz eingetroffen waren und sich niemand bei Flucht durch das Treppenhaus verletzt hatte. Nach positiver Aufregung ging es wieder zurück ins Gerätehaus.


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