Einsätze 2014

Tragödie im Fußballstadion

Einsatznummer: 37, Datum: 3. Mai 2014, Zeit: 08:30 Uhr - 14:30 Uhr, Ort: Erdgas Sportpark, Einsatzart: Stadtschutz


e14.05.03.07Bei einem Fußballspiel des 3. Ligisten Hallescher Fußballclub am vergangenen Samstag im Erdgas Sportpark kam es zu einer Massenpanik. Rund 1200 Fußballfans versuchten sich nach einem Zwischenfall und einem massiven Abbrennen von Pyrotechnik in Sicherheit zu bringen und drängelten sich aus den gefüllten Block Nummer 19 ins Freie. Bei den zum Teil tumultartigen Rangeleien wurden mehrere Gäste teils schwer verletzt. Diese Tragödie war natürlich nur Teil einer Einsatzübung. Auch die ca. 1200 Komparsen waren eingeweiht und spielten das geschehen realitätsnah. Die Verletzten sind nicht willkürlich gespielt wurden, sondern bereits im Vorfeld realitätsnah geschminkt. Ein solcher Massenanfall an Verletzten ist eine Herausforderung für die verschiedenen Hilfsorganisationen. Nachdem gegen 10 Uhr die Sirene und eine Aufforderung zum Verlassen des Stadions aus den Lautsprechern hallten, begann die Stressphase für alle Beteiligten.

Um so viele Menschen zu versorgen, müssen die gesamten Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert und eingesetzt werden. Neben der Ambulance Merseburg GmbH waren auch viele Einsatzkräfte und Helfer des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), der Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), des Deutsches Rotes Kreuzes (DRK), der Feuerwehr Halle (Saale), des Hallescher Fußball Clubs – HFC, der Landesrettungsdienstschule Halle-Nietleben (LRS), der Leitende Notarztgruppe, ÄLRD, TLRD, der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg Medizinische Fakultät, der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg Simulationszentrum, des Malteser Hilfsdienstes (MHD), der Polizei, des Security Unternehmens und des Technisches Hilfswerkes (THW).  Auch die Krankenhäuser stoßen bei so großen Verletztenzahlen an ihre Kapazitätsgrenzen. Um die vielen Verletzten trotzdem versorgen zu können, errichteten die Ortsfeuerwehren Ammendorf, Büschdorf und Kanena noch am Unglücksort einen Behandlungsplatz ähnlich einer Zeltstadt. Das Rettungskonzept bei einem Massenanfall von Verletzten hatten wir Ihnen bereits mehrfach in Rahmen unserer Ausbildung vorgestellt. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen den Aufbau jetzt nicht detailliert erläutern. Die Anspannung für die rund 200 Rettungskräfte war hoch. Auch wenn es sich hier um eine Übung handelte. Die ersten Notärzte verschafften sich einen Überblick über die Verletzten im Stadion. Noch während die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren den Behandlungsplatz aufbauten und ausstattete, rücken die ersten Kameraden mit verschiedenen Rettungsgerät ins Stadion vor. Eine klare Ansage und eine genaue Absprache sind wichtig. Welcher Verletzte muss zuerst aus dem Stadion? Nach der ersten Triage wurden alle Verletzten in Kategorien eingeteilt. Die jeweilige Farbe der Kategorie stand für die Art Verletzung bzw. die Dringlichkeit der Behandlung. Verletzte um Verletzte wurden durch die Feuerwehr aus dem Stadion zum Behandlungsplatz getragen. Die Ortswehr Büschdorf kümmerte sich um einen durchgehenden Betrieb des Platzes und im Verlauf gemeinsam mit den Kameraden aus Kanena um den Transport der Verletzten zwischen den Behandlungsplätzen und halfen beim Verladen der Verletzten in die Rettungswagen. Von da aus wurden die Verletzten mit Sondersignal in die fünf Krankenhäuser verteilt. Nach fast zwei Stunden schwerster Arbeit konnten 34 Personen versorgt und in ein Krankenhaus überführt werden. Die Übungsbeobachter zeigten sich zufrieden über den Ausgang der Übung. Eine genaue Auswertung wird aber noch einige Wochen andauern.

  • e14.05.03.01
  • e14.05.03.02
  • e14.05.03.03
  • e14.05.03.04
  • e14.05.03.05
  • e14.05.03.06
  • e14.05.03.07
  • e14.05.03.08
  • e14.05.03.09
  • e14.05.03.10
  • e14.05.03.11
  • e14.05.03.12
  • e14.05.03.13
  • e14.05.03.14
  • e14.05.03.15
  • e14.05.03.16
  • e14.05.03.17
  • e14.05.03.18
  • e14.05.03.19
  • e14.05.03.20
  • e14.05.03.21
  • e14.05.03.22
  • e14.05.03.23
  • e14.05.03.24
  • e14.05.03.25
  • e14.05.03.26
  • e14.05.03.27
  • e14.05.03.28
  • e14.05.03.29
  • e14.05.03.30
  • e14.05.03.31
  • e14.05.03.32
  • e14.05.03.33
  • e14.05.03.34
  • e14.05.03.35
  • e14.05.03.36
  • e14.05.03.37
  • e14.05.03.38
  • e14.05.03.39
  • e14.05.03.40
  • e14.05.03.41
  • e14.05.03.42
  • e14.05.03.43
  • e14.05.03.44
  • e14.05.03.45
  • e14.05.03.46
  • e14.05.03.47
  • e14.05.03.48
  • e14.05.03.49
  • e14.05.03.50
  • e14.05.03.51
  • e14.05.03.52
  • e14.05.03.53
  • e14.05.03.54
  • e14.05.03.55
  • e14.05.03.56
  • e14.05.03.57
  • e14.05.03.58
  • e14.05.03.59
  • e14.05.03.60
  • e14.05.03.61
  • e14.05.03.62
  • e14.05.03.63
  • e14.05.03.64
  • e14.05.03.65
  • e14.05.03.66
  • e14.05.03.67
  • e14.05.03.68
  • e14.05.03.69
  • e14.05.03.70
  • e14.05.03.71
  • e14.05.03.72
  • e14.05.03.73
  • e14.05.03.74
  • e14.05.03.75
  • e14.05.03.76
  • e14.05.03.77
  • e14.05.03.78
  • e14.05.03.79
  • e14.05.03.80
  • e14.05.03.81
  • e14.05.03.82
  • e14.05.03.83
  • e14.05.03.84
  • e14.05.03.85
  • e14.05.03.86
  • e14.05.03.87
  • e14.05.03.88
  • e14.05.03.89
  • e14.05.03.90
  • e14.05.03.91


Teilen
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok