Aktuelles zum Museum

Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 im Spritzenhaus

ma16.09.11.01ma16.09.11.02Markantes und bekanntes Gebäude in Ammendorf ist für die meisten Besucher, Eingereisten und Interessierten gleichermaßen das am 8.10.1911 eingeweihte Spritzenhaus der freiwilligen Feuerwehr. Hat es auf den ersten Blick doch baulich Ähnlichkeit mit einer Kirche, ist es bei näherer Betrachtung ein für die Region fast einmaliges Bauwerk. Im Jugendstil 1911 mit rasender Geschwindigkeit gebaut, birgt es im Inneren doch für eine Vielzahl von Überraschungen. Nicht nur der in das Gebäude bautechnisch integrierte Schlauchturm ist ein Sahnestück, sondern auch die kleine historische Sammlung in unserem Feuerwehrmuseum. Von dort aus kann der Besucher den Schlauchturm mit seinem sehr gut erhaltenen Holzgewölbe bewundern. Auch ein Blick aus der Fahrzeughalle nach oben in den Schlauchturm lohnt sich. Bis in die 2000 Jahre war es üblich in diesem die Schläuche zu trocknen. Doch durch die Nähe zur Berufsfeuerwehr in Halle Neustadt werden wir seit den letzten Jahren verwöhnt und lassen dort unsere nassen Schläuche säubern und trocknen, die nach jedem Einsatz dort gegen einsatzbereite Schläuche getauscht werden. Doch kehren wir noch einmal zu unserem Spritzenhaus zurück. Im Jahr 2010 wurde es umfassend saniert und erhielt seinen alten Glanz wieder. Im gleichen Atemzug bekam das Spritzenhaus ein kleines blaues Schild verliehen, welches heute recht unauffällig die Außenfassade verziert. Damit darf sich unser Gerätehaus in die Liste der Denkmäler einreihen. Der Neubau im hinteren Bereich ist auf den ersten Blick für die Spaziergänger, die vom Florian-Geyer-Platz kommen, zunächst nicht einsichtig. Das war auch gewollt. Im Mittelpunkt stand und steht der Altbau mit seiner verschnörkelten Fassade, den halbrunden Fenstern und dunkelgrünen Türen. Eine architektonische Meisterleistung entstand hier in nur 79 Tagen. Unsere Gründungsväter vergrößerten in weiser Voraussicht das 1-Raum-Gerätehaus zu einer beachtlichen Fahrzeughalle, die aufgrund der steigenden Löschgerätschaften und der Anschaffung einer Feuerspritze nötig war. Auch unser ehemaliger Wehrleiter Herbert Scheidewig war clever und ließ in den 1970er Jahren den Bau um eine weitere Fahrzeughalle erweitern, damit die nötigen Fahrzeuge seiner Zeit auch ausreichend Platz fanden. Heute ist keines der Gebäudeteile wegzudenken. Im Zuge der Renovierung, unter der Leitung von Kamerad Ecke und Kamerad Kabon, frischte man nicht nur der Schulungsraum auf, z. B. mit einer Klimaanlage und anderem technischem Know how, sondern auch die Fahrzeughalle. Um permanenten Abgasen beim Starten und Einparken zu vermeiden, integrierten die beiden gleich eine moderne Abzugsanlage und ließen die Umkleiden in den hinteren Bereich verschwinden. Lediglich ein Metallschrank mit Werkzeug und Handfeger sowie ein von der Alterswehr selbstgestaltetes Schlauchregal zieren heute die Fahrzeughalle, deren I-Tüpfel aber die Feuerwehrfahrzeuge selbst sind. Jedes Kind und auch viele Erwachsene staunen über unserer Ortswehr. Ein Besuch lohnt sich allemal. Die Türen zum Museum öffnen sich auch im nächsten Jahr wieder, wenn es heißt: Museumsnacht, Tag es offenen Denkmals oder Sommerfest.

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