Ausbildung

Wie schwer ist dieses Kranteil?

a12.05.04.16Wie schwer ist dieses Kranteil? Diese Frage wurde am vergangenen Freitag bei einer Ausbildung der technischen Hilfeleistung vom Ausbilder gestellt. Bevor wir mit dem praktischen Teil begannen, versammelten sich die Einsatzkräfte im Schulungsraum. Im ersten Teil der Ausbildung wurden sämtliche sicherheitsrelevante Einsatzgrundsätze sowie der fachgerechte Umgang mit pneumatischen Rettungsgeräten erörtert. Die Ausbildungseinheit galt als Vorbereitung einer praktischen Ausbildung. So verließen die Kameraden im Anschluss das Gerätehaus und fuhren mit den vier Einsatzfahrzeugen zum Übungsobjekt auf ICE-Baustelle an der B91. Bei Ankunft der Kameraden war ein Übungsszenario „Umgestürzter Baukran“ dargestellt. Hierzu wurden mehrere Kranteile auf dem Übungsgelände ab- und eine Übungspuppe in Form eines Verletzten darunter gelegt. Nun folgte eben jene Frage, bei der jeder Kamerad schätzen sollte, wie viel ein Kranteil wiegt. Die Einschätzungen lagen weit auseinander.

Dieses uns zur Verfügung gestellte Kranelement, besaß eine Gesamtmasse über 4000 kg. Die verblüfften, zahlreichen Kameraden wurden in mehrere Gruppen und verschiedene Trupps eingeteilt. So musste jeder verschiedene Aufgabenbereiche wahrnehmen. Da wir auf die patientengerechte Rettung viel Wert legen, war es unbedingt notwendig, den umgestürzten Kran gegen weitere unkontrollierte Bewegung zu sichern. Um den Einsatzkräften das Szenario nicht ganz so einfach zu gestalten und den Wissensstand der Kameraden zu überprüfen, war die eine Seite des Kranes auf einen weichen, sandigen Boden und die andere auf einen massiven Untergrund abgelegt worden. Mit der für uns zur Verfügung stehenden Technik und Ausrüstung konnte die Person am Übungsende erfolgreich gerettet werden. Bis es jedoch soweit war, waren zahlreiche Kameraden beschäftigt, um die Niederdruckhebekissen in Stellung zu bringen und diese fachgerecht einzusetzen. Hier musste ein geeigneter Standplatz für die Kissen vorbereitet sowie ein Verrutschen des Kranes und der Kissen sichergestellt werden. Jeder Zentimeter, um den Lasten angehoben werden, muss auch unterbaut werden. Auf diesen Leitsatz legten die Ausbilder ebenfalls viel wert. Es ist ein großer Unterschied, den Unterbauverband auf einem befestigten Boden oder auf einem sandigen Untergrund einzusetzen. Jeder Arbeitsschritt muss im Vorfeld genau durchdacht sein. Eine unbedachte Handlung kann zur weiteren Schädigung der verletzten Person führen oder eine Gefährdung der Einsatzkräfte zur Folge haben. Nach zwei Stunden konnte diese umfangreiche und wissenswerte Ausbildung schlussendlich erfolgreich beendet werden. Jede Einsatzkraft muss wissen, welches Rettungsgerät wo eingesetzt wird und welche technischen Grenzen diese haben. Ein Dank den Ausbildern Ronald Petsch und Thomas Sperling.

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