Ausbildung

Wie rettet sich die Feuerwehr?

a12.08.17.39Einsatz für die Feuerwehr. Die Kameraden rücken zum Einsatzort aus: Brand in einem Wohnhaus. Die ersten Trupps rüsten sich aus und gehen zum Innenangriff vor. Das verqualmte Treppenhaus erschwert die Sicht und das Gebäude ist nicht einzusehen. Plötzlich: „Krach!“, der Rückzugsweg ist abgeschnitten. Im Einsatz sollte es zwar nie zu einer solchen Situation kommen. Aber was ist, wenn dies zur Realität wird? Um sich auf solche oder ähnliche Szenarien vorzubereiten, trainierten die Kameraden der Einsatzabteilung am Freitag gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr auf der Südwache. Der Ausbilder Andreas Walther der BF Halle organisierte die Ausbildungseinheiten und sorgte für die Vermittlung des Lehrstoffes. Mit den Fahrzeugen trafen die 25 Kameraden der Einsatzabteilung kurz nach 19 Uhr auf der Südwache ein und wurden herzlich in Empfang genommen. Die Ausbildungsteilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt. Im Rotationsprinzip wurden die Gruppen durch verschiedene Stationen geführt. An jeder Station übermittelten die Ausbilder verschiedene Lehrinhalte zur Thematik „ Retten und Selbstretten“. Das Grundwissen und die Verwendung von Feuerwehrleinen, Mehrzweckleinen und Dynamikseilen wurden an der ersten Station vermittelt. An der bekam man Informationen Station über Knoten, Stiche und den Brustbund. „Die Feuerwehrleine wird der zu haltenden Person um den Nacken gelegt und so nach vorn geführt, dass das freie Leinenende den Boden berührt.

Beide Enden werden unter den Armen zum Rücken geführt, dort verschlungen (gekreuzt) und wieder nach vorn geführt.“ Diesen Satz hatte der Ausbilder dieser Station, Marko Jatzke, des Öfteren auf den Lippen. Eine Standplatzsicherung bei Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen ist sehr wichtig. Ausbilder Thilo Kabon und Ronald Petsch übernahmen eine Gruppe und schulten die Knoten bis zum Abwinken. Das wichtigste und beliebteste Thema ist das Selbstretten mit Feuerwehr-Haltegurt mit Multifunktionsöse. Die Feuerwehrleine muss dazu an einem geeigneten Anschlagpunkt befestigt werden. Im Einsatz muss der Feuerwehrangehörige die Belastbarkeit des Anschlagpunktes selber abschätzen. Dort wird Feuerwehrleine mit einem Mastwurf und einem Spierenstich befestigt und danach durch die Ausstiegsöffnung nach unten geworfen. Zuvor muss sich der Feuerwehrangehörige versichern, dass niemand von der abgeworfenen Leine getroffen werden kann. Ein Hauptaugenmerk legte der Ausbilder auf das richtige Einbinden des Seiles in die Halteöse. Das zum Anschlagpunkt führende Leinenende wird durch Zug mit der Bremshand gestrafft, damit beim Aussteigen aus der Ausstiegöffnung keine ruckartige Belastung der Feuerwehrleine erfolgt. Der Feuerwehrangehörige steigt mit derjenigen Körperseite zuerst aus, auf der er die Feuerwehrleine führt - so zum Beispiel ein Rechtshänder mit dem rechten Bein und ein Linkshänder mit dem linken Bein. Die Abseilgeschwindigkeit wird durch die Haltekraft der Bremshand geregelt, wobei diese in Hüfthöhe zu halten ist. Mit der freien Hand und mit den Füßen wird der Körper stabilisiert und vom Gebäude entfernt gehalten. Leider verging die Zeit wieder so schnell, dass nicht jeder Teilnehmer alle Stationen durchlaufen konnte. Da die Zusammenarbeit mit den Wachschichten der Berufsfeuerwehr immer sehr zufriedenstellend ist, steht einer weiteren Ausbildung nichts im Weg.

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