Ausbildung

Flashover im Brandhaus

a12.11.22.06Die Kameraden der Ortsfeuerwehren Kanena und Ammendorf fuhren Samstagmorgen (13.10.2012) gut vorbereitet und voller Ehrgeiz nach Heyrothsberge zum Feuerwehrübungshaus des IBKs, dem Institut für Brand- und Katastrophenschutz. Die 1 ½ stündige Fahrt im Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) war ziemlich unbequem und eine neue Erfahrung für die Kameraden. Gewohnheitsmäßig fährt die Wehr mit dem Fahrzeug nur Kurzstrecken zum Einsatz- oder Übungsort im jeweiligen Ausrückbereich. Am Objekt angekommen galt nun alle Aufmerksamkeit den Ausbildern, die sogleich nach einer kurzen Pause mit den Erläuterungen zum Feuerwehrübungshaus und möglichen Pannen begannen. Ohne viel Zeit zu verlieren, praktizierten die Feuerwehranwärter mit ihrem wichtigsten Einsatzmittel, dem Pressluftatmer (PA), verschiedene Übungen, um sich an ihn und sein Gewicht zu gewöhnen. Sie lernten erste Techniken der Crashrettung und übten sich im Umgang mit kritischen Situationen, z. B. ein Kamerad verunglückt im Brandraum. In mehreren Manövern probten die Feuerwehrleute den Ernstfall. Unter großer Hitzeeinwirkung und mit schwerem Gerät retteten sie in den Übungen mehrere Kameraden und vermisste Personen (Dummy) und kümmerten sich gleichzeitig um die Brandbekämpfung unter Nutzung des eigenen LFs und des örtlichen Oberflurhydranten. Die Türen wurden geöffnet, Möbel umgestellt und Fenster aufgerissen, was unter Nullsicht eben möglich war. Es galt Gelerntes anzuwenden und mit den Kameraden gut zusammen zuarbeiten. Eingeschlichene Fehler und falsch angewandte Taktiken werteten die Ausbilder mit den Kameraden gemeinsam nach jeder Übung unverzüglich aus.

Dies wurde zugleich zum Verschnaufen und Kräfte Sammeln genutzt. In einer Mittagspause kräftigten sich alle mit einem wohlschmeckenden Mahl und ruhten sich aus. Sogleich folgten ein gut inszenierter Kellerbrand und ein Raumbrand im zweiten Obergeschoss, was dem Vorgehen zum Brandraum über Steckleiterteile festigen sollte. In einem Abschlussszenario erlernten die Kameraden das Verhalten beim Feuerübersprung, dem Flashover, was den Kameraden wieder ein Lächeln in die erschöpften Gesichter zauberte, da dies in den Ortswehren kaum geübt werden kann. Spätestens jetzt musste jeder mit dem Strahlrohr umgehen können. Jeder Einsatz war so real wie möglich mit Anfahrt, Ausrüsten und Bereitlegen aller Rettungsgeräte, wie Handlampen, Ersatzschläuche, Verteiler, Feuerwehräxte und allem Zubehör inszeniert. Die Belastungen stellten bei den extrem hohen Temperaturen an jeden Einzelnen hohe Anforderungen und waren bei dem Einen oder Anderen am nächsten Tag als Muskelkater zu spüren. Trotz aller Anstrengungen fuhren die Kameraden mit neuen Erkenntnissen nach Hause und gaben diese in den folgenden Tagen an die Kameraden weiter. Ein ordentliches Abendbrot hatten sich alle verdient.

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