Ausbildung

Training für den Ernstfall

a13.05.22.01.01Jeden Freitagabend treffen sich die Kameraden der Einsatzabteilung und behandeln in den zwei-stündigen Ausbildungseinheiten die verschiedensten Thematiken und Aufgabengebiete der Feuerwehr. Zwar hat eine Berufsfeuerwehr mehr Einsatzpraxis und Erfahrung, aber dennoch ist es wichtig, dass der Ausbildungsstand der gleiche ist. Bei einer kleinen Übung zum letzten Ausbildungsdienst wurden die Brandbekämpfung und Menschenrettung umfangreich trainiert. Das Übungsobjekt wurde nicht zufällig ausgewählt. Die Herausforderung für den Einsatzleiter und die Gruppenführer ist es, immer einen kühlen Kopf zu bewahren und den Überblick über die Situation zu behalten, egal wie verwinkelt oder weiträumig sich das Objekt darstellt. In einer leerstehenden Fabrikhalle hatten wir dieses Mal die Möglichkeit das bereits in der theoretischen Ausbildung Gelernte zu festigen. Mit zwei Dummys, zwei Statisten und einem Rauchkörper wurde das Szenario möglichst einsatznah gestaltet. Die Fahrzeuge rückten gegen 19.15 Uhr an der Einsatzstelle an. Eine aufgeregte Dame berichtete, dass sie wohl die meldende Person wäre und beschrieb uns die Anfahrt zum Objekt. Mit der Anfahrt war das so eine Sache. Betonschwellen rundum das Übungsobjekt machten eine Anfahrt zunichte. Schwarzer Rauch zeigte aber den Einsatzkräften den Weg zum betreffenden Gebäudeteil.

Die Gruppenführer und Melder waren schon ein Weilchen unterwegs, um überhaupt festzustellen, um welche Fabrikhalle es sich handelt und wo der genaue Zugangspunkt ist. Da sich nicht jedes Feuer immer in kleinen Räumen abspielen kann und wir direkt vor der Tür parken können, war das eine gesunde Abwechslung. Das reine Einsatzobjekt war ca. 100 Meter lang und 50 Meter breit. Das unwegsame Gelände, in dem die Halle eingeschlossen war, erschwerte die nachfolgenden Rettungsmaßnahmen enorm. Eine Absprache unter den Gruppenführern mit der Einsatzleitung  ergab, dass unbedingt zwei Abschnitte gebildet werden mussten. Da sich die nächste Wasserentnahmestelle weit über 100 Meter von den Fahrzeugen entfernt befand, hatten die Besatzungen des Tanklöschfahrzeuges und des Mannschaftstransportfahrzeuges bei der Einsatzentwicklung ganz schön Stress. Die Kräfte des Löschgruppenfahrzeuges bereiteten sich auf das Eindringen in das Gebäude vor. Was sie da erwartete, war zu Beginn unklar. Fakt war aber, dass es nur zwei Möglichkeiten gab in die Halle zu gelangen. Der eine Zugang war von einem Bauschuttcontainer verstellt. Hier war es möglich mittels Steckleiterteilen einen gesicherten Zugang über den Container zu erhalten. Der zweite Zugang bot sich an einem eingeschlagenen Fenster. Vor dem Fenster wurde aber eine LKW-Ladung Mutterboden ausgekippt. Auch dieser Weg gestaltete sich schwierig. Die Einsatzleitung entschloss sich den Erstangriff durch das Fenster zu führen. Die Entscheidung beruhte auf die Nähe zum Brandherd und der Hilferufe, die aus diesem Bereich gekommen waren. Der zweite Angriffsweg über den Container erfolgte nach Fertigstellung Wasserversorgung durch den anderen Abschnitt. Der Angriffsweg durch das Fenster wurde bei der Übungsauswertung als der bessere von beiden benannt. Eine solche Entscheidung ist immer schwierig. Zum einen kennt man das Objekt nicht und zum anderen könnte es passieren, dass dieser Zugang nicht zum eigentlichen Brandherd führt. In diesem Übungsfall hatte es jedoch genau im Nachbarraum gebrannt. Im Treppenhaus hatte jemand Feuer gelegt und so das Übungsbeispiel inszeniert. Durch den lauen Wind wurde der Rauch im Haus verteilt und eine Lokalisierung erschwert. Dennoch konnte das Feuer schnell erkundet werden. Eine verletzte Person wurde in unmittelbarer Nähe des Brandraumes erkannt. Hier ist es für jeden Truppführer wichtig zu erkennen, dass die Rettung wie in diesem Fall Vorrang vor den Löscharbeiten hat. Wie aus der Pistole geschossen, brachte der Angriffstrupp die Person an das rettende Fenster und übergab diese an einen bereitstehenden Trupp. Die Übergabe an die rettungsdienstliche Schiene hatten wir uns bei dieser Übung erspart. Nachdem der Löschangriff aufgebaut war und der Rettungstrupp stand, wurde alles daran gesetzt, den Rest der Halle zu kontrollieren. Das Feuer wurde restlos gelöscht und eine Belüftung geschaffen. Bei der Kontrolle konnten zwei weitere Personen erkannt und gerettet werden. Eine Zusammenfassung am Einsatzort konnte mit Stolz auf die Einsatzkräfte erfolgen. Wir werden die Sommermonate ausnutzen und weitere Übungen durchführen, um den guten Ausbildungsstand auf dem Niveau zu halten und zu verbessern.

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