Allgemeine Veranstaltungen

Gefangen im Käfig

g01g02Mindestens ein Mal pro Jahr müssen die Atemschutzgeräteträger zu einem Gewöhngang in den berüchtigten Käfig nach Halle Neustadt. Dort im Gebäude erstreckt sich auf circa 100m² Kellerfläche der Kollos aus Stahl. Auch am Sonnabend, 11. Februar 2006, trafen sich die Kameraden der OF Ammendorf gegen 7 Uhr im Gerätehaus. Neben dem Gewöhngang muss auch eine ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung vorhanden sein. Diese muss im Normalfall alle 3 Jahre wiederholt werden. Neben den Blutwerten und der Überprüfung der Augen und Ohren muss auch ein Belastungs- EKG geschrieben werden. Je nach dem, wie fitt der Körper ist richtet sich die Zeit danachm wann man wieder untersucht werden muss. Aber zurück zum Käfig. Das hauptsächliche Ziel diesen Trainings ist das Arbeiten unter schweren Bedingungen mit Pressluftatmer. Nach einer Kontrolle des Wohlbefindens und dem Blutdruck kann der Kamerad seine Ausrüstung anziehen.

Jetzt hat der Kamerad ungefähr die selbe Ausrüstung an, als würde er ins Feuer gehen. Er wird gewogen und diese Daten zusammen mit dem Flaschendruck notiert. Und schon geht es los. Es wird immer Paarweiße vorgegangen, also ein Trupp.

 

g03g04Nach etlichen langen Metern Endlosleiter steigen, muss der Kamerad den Schlaghammer bedienen. In dem er ein Gewicht mehrmals mit den Händen zu sich ziehen muss. Nachdem die Aufwärmphase beendet und der Puls schon auf Tempo gekommen ist, geht es gleich in den Käfig.

 

 

 

 

Der ganze Raum wird so stark eingenebelt das man auf 30 Zentimeter Entfernung, wenn man Glück hat, gerade noch den leuchtenden Helm seines Truppmanns sehen kann. Der Käfig erstreckt sich auf 2 Etagen mit Hin- und Rückweg. Ein ab und zu flackerndes Licht simuliert den Feuerschein. Lautstark ertönender Lärm wir mit Hilfe einer CD eingespielt. Zusätzliche Heizstrahler machen den Raum gemütlich warm. Jetzt muss die Stecke durch den Käfig im Dunkeln ertastet werden. Zahlreiche Hindernisse wurden eingebaut. So muss man durch schmale Lucken nach oben und unten klettern, über oder unter Zäunen und Abtrennungen hinweg, Schiebe oder Klapptüren suchen und wie durch ein Labyrinth sich den Weg ans Ziel suchen. Aber das Ziel ist durch den Nebel und die Dunkelheit leider nicht zu sehen. Auf halber Strecke kommt man in einen kleinen Raum mit einem Sofa drin. Darauf befindet sich eine Puppe. Hier wir das Wohnzimmer simuliert. Von dort aus geht es die ganze Strecke auf anderem Weg, mit neuen Hindernissen, wieder zurück. In der Strecke ist auch eine schmale Röhre eingebaut. Spätestens hier müssen auch der schlanksten Kameraden bei Dunkelheit auf ca. 2,5 m² Fläche und 1 Meter Höhe den Atmer vom Rücken absetzten und zusammen mit seinem Truppmann sich durch die Röhre schieben bzw. ziehen. Das hier nur auf allen vieren durch gekrabbelt werden kann ist selbstverständlich. Endlich den Weg aus dem Käfig gefunden geht es auch gleich weiter. Ein Laufband soll den Weg aus dem Gebäude darstellen. Langsam wird die Ausrüstung schwer und bei manch Einem der nicht so auf Ausdauer trainiert ist, geht auch langsam die Luft in den Flaschen aus. Ein lauter Warnton teilt den Kameraden das Leer werden der Flaschen mit. Zu guter letzt wird jetzt noch Fahrrad gefahren. Nachdem ein bestimmter Weg und die Wattzahl getreten wurde, können die durchgeschwitzten Kameraden ihre Montur ablegen und dann wieder Blutdruck messen. Wenn alle Kameraden durch sind, ist es geschafft. Noch ordentlich Trinken und ab ins Gerätehaus.

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